Modell #3
Modell #3

Modell #3 » Marseille

Die wahrscheinlich wichtigsten Arbeiten von Le Corbusier und sicherlich die ersten großen Entwürfe nach dem Krieg waren Unité d’Habitation und Cité Radieuse in Marseille, Frankreich. Obwohl schon früher entworfen, wurde das Gebäude in Marseille erst zwischen 1947 und 1952 gebaut – aus rohem Beton (Konstruktion aus Stahl und Beton), einem Kennzeichen von Le Corbusier. Mit dem Bau sollte der Wohnungsknappheit dieser Zeit entgegengewirkt werden. Der kolossale zwölfstöckige Komplex bietet Platz für 1600 Bewohner und zog den Bau weiterer, ähnlicher Unités d’Habitation nach sich – sowohl in Frankreich als auch in Berlin, alle unter diesem Namen und entworfen von Le Corbusier. Unité d’Habitation war ein frühes Beispiel für die Anwendung des Proportionsschemas Modulor. Das Design und die Proportionen des Uhrenmodells Marseille sind eine Hommage an diese Theorie der Gestaltung.

Die Gussmatrix, die zum Gießen des Zifferblattes verwendet wird.
Die Gussmatrix, die zum Gießen des Zifferblattes verwendet wird.

Zifferblatt aus Beton

Der Kreis schließt sich und wir enden dort, wo alles begann: Bei der besonderen Aufmerksamkeit für Material – in diesem Fall Beton, das zu einem mitreißenden Kunstwerk geworden ist. Für das letzte Stück der Le Corbusier Trilogie hat Girard-Perregaux ein Zifferblatt aus Beton entwickelt.

Das Setzen der Zeiger
Das Setzen der Zeiger
Es benötigt drei Tage, es zu gießen, zu trocknen und von Hand sorgfältig zu vollenden. Beton ist heute ein außerordentliches Material in der Uhrenindustrie – ebenso ungewöhnlich wie es in der Architektur war, als Le Corbusier es beim Bau von Cité Radieuse benutzte. Das Ergebnis ist eine unvergleichliche Interpretation der Arbeit von Le Corbusier – eine nahtlose Vereinigung von Uhrmacherei und Architektur.