Die Finalisten der BetterBin Design Competition stehen fest. IONDESIGN Berlin ist einer von drei Finalisten des weltweit ausgeschriebenen Wettbewerbs. Das Berliner Designbüro kann sich mit seinem ebenso schlichten wie innovativen Entwurf gegenüber 200 Teilnehmer durchsetzen.

Über den Wettbewerb
Das New Yorker Department of Sanitation, das Van Alen Institute und das American Institute of Architects in New York haben die drei Finalisten des gemeinsam ausgelobten BetterBin-Wettbewerbs bekannt gegeben. Der Wettbewerb bot Designern weltweit die Gelegenheit, den ikonischen grünen Drahtkorb New York Citys neu zu gestalten.

IONDESIGN Berlin arbeitet eng mit den Wettbewerbskoordinatoren zusammen, um den Entwurf zu optimieren. Derzeit entwickelt das siebenköpfige Designteam eine Kleinserie von zwölf Prototypen, die im Sommer 2019 auf den Straßen der fünf Stadtteile New Yorks getestet werden. Dabei wird mit den Abfalleimern nicht zimperlich umgegangen: im täglichen Einsatz müssen sie sich behaupten – und die New Yorker Stadtreinigung ist schonungslos. In der Metropole an der amerikanischen Ostküste werden die frei beweglichen Abfalleimer zum Müllfahrzeug gezerrt und dort mit Muskelkraft auf eine Höhe von ca. 90 cm angehoben, wo sie durch festes Aufschlagen auf die Kante des Müllwagens entleert werden.

In New York City gibt es mehr als 23.000 Abfallkörbe, die Fußgängern eine bequeme Möglichkeit bieten, Müll und Recyclingabfälle unterwegs zu entsorgen. Das meistgenutzte Design – der grüne Korb aus Drahtgeflecht – stammt aus den 1930er Jahren. Der Drahtkorb ist zwar auf den Straßen von New York eine Ikone, bedarf jedoch einer Überarbeitung, um den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Der BetterBin-Wettbewerb bot Designern aus der ganzen Welt die Möglichkeit, einen nachhaltigen, umweltbewussten und ergonomischen Abfallkorb zu entwickeln, welcher die Lebensqualität der New Yorker und den Nutzen für die Müllabfuhr verbessert. IONDESIGNs Beitrag wurde aus über 200 internationalen Einsendungen ausgewählt.

Jeder Finalist erhält als Preisgeld und für die Herstellung der Prototypen im Maßstab 1:1 einen Betrag von 40.000 US-Dollar. Der Prototypentest wird im Sommer 2019 beginnen und von einer öffentlichen Meinungsumfrage begleitet. Nach der Testphase bestimmt die Jury auf Grundlage der Prototypen einen Gewinner. Dabei werden sowohl die Reaktion der Öffentlichkeit sowie die Einschätzung der Müllabfuhr berücksichtigt. Weitere Informationen zum BetterBin-Wettbewerb unter www.betterbin.nyc

Über den Entwurf von IONDESIGN Berlin

Der Fokus der Gestaltung liegt auf den Nutzern: der intuitiv nutzbare und effiziente Abfallkorb dient gleichermaßen den Mitarbeitern der Stadtreinigung sowie Passanten.

Beim Entleeren des Behälters ist die Trichterform besonders effizient, da der Abfall leicht herausfällt, wenn der Behälter mit der Öffnung nach unten gekippt wird. Der perforierte und gewölbte Boden ermöglicht das Abfließen von Flüssigkeiten und verhindert, dass Abfälle – im Gegensatz zum aktuellen Behälter – am Boden haften bleiben. Vier Abfallkörbe lassen sich leicht stapeln – auch hierfür ist die Trichterform besonders günstig. Sie ist intuitiv benutzbar und kommuniziert durch die Verbreiterung nach oben deutlich ihre Bestimmung.

Der Aufbau des Abfallkorbes ist extrem widerstandsfähig gegen äußere Beschädigungen und Vandalismus: der robuste Abfallkorb besteht aus einer filigranen, sich selbst stabilisierenden, flexiblen Netzwerkstruktur, die leicht und elegant wirkt. Sie ist resistent gegen Beschädigungen, Rost und Fehlgebrauch. Die innovative verwobene Struktur bietet Stabilität und bleibt dabei flexibel. Auf diese Weise springt der Abfallkorb zurück, wenn er fest auf die Kante des Reinigungsfahrzeugs geschlagen wird. Dadurch wird das problematische Eindellen des aktuellen Behälters behoben. Die Diamantstruktur des Entwurfs von IONDESIGN widersteht aufgrund der geringen Angriffsfläche hohen Windböen.

Leerung durch Stadtreinigung: Die ergonomisch geformten Greifringe an der Ober- und Unterseite erleichtern es den Arbeitern, den Behälter zu ziehen, anzuheben und zu leeren. Dank der Kreisform und des minimalen Bodenkontakts kann der Behälter leicht gezogen und gerollt werden. Durch Kippen des Behälters kann er seitlich zum Müllwagen gerollt werden, was weniger Anstrengung erfordert als das Ziehen über den Asphalt, wie es bisher der Fall ist. Die Höhe des Berliner Entwurfs ist dem bisherigen Mülleimer ergonomisch deutlich überlegen. Die Ringe sind als Griffe ausgeformt, die von jeder Seite ideal nutzbar sind. Während des Entleerens kann der Abfallkorb durch seine kreisrunde Form leicht auf der Kante des Müllwagens hin- und her gerollt werden. So wird die Leerung schneller und effektiver.

Der Füllstand ist dank der transparenten Struktur auch aus großer Entfernung gut sichtbar. Abgeplatzte Farbe oder Rost stellen für IONDESIGNs Entwurf kein Problem dar, da Edelstahl nicht beschichtet werden muss. Das Material kann gebeizt und passiviert werden. Dies bedeutet, dass der Korb nach einem chemischen Bad in neuem Glanz erstrahlt und über eine schmutzabweisende Oberfläche verfügt. Während die aktuellen Behälter nach drei Jahren ersetzt werden müssen, hat IONDESIGNs Abfallkorb eine längere Lebensdauer und kann bei Bedarf repariert werden. Dies spart Ressourcen und Kosten. Das Material trotzt extremen Temperaturen und Wetterbedingungen. BetterBin Design
Bilder: IONDESIGN GmbH, Berlin