Der VfL Wolfsburg kehrt zu seinen visuellen Wurzeln zurück: 24 Jahre nach der Ablösung führt das traditionelle Zinnenwappen den Bundesligisten wieder als offizielles Vereinszeichen. Der umfassende Markenrelaunch wurde gemeinsam mit den Agenturen sasserathNOW und Mutabor entwickelt – und vor allem mit den Fans.
Zinnenwappen kehrt nach 24 Jahren zurück
Von 1953 bis 2002 schmückte das Zinnenwappen bereits die Trikots des VfL Wolfsburg. Nun kehrt es – digital optimiert – als zentrales Design-Element zurück. Beim Heimspiel gegen den FC Bayern München am 9. Mai 2026 stellte der Verein gemeinsam mit der Fanszene das neue Erscheinungsbild der Öffentlichkeit vor.
Michael Meeske, Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, erklärt die strategische Motivation hinter dem Schritt:
»In Zeiten, in denen nichts mehr einfach klar ist, werden Wahrzeichen immer wichtiger. Unser Wahrzeichen setzt dabei bewusst ein Signal für die Gemeinschaft der Menschen in der Region, die gemeinsame Verantwortung füreinander und ermöglicht eine beeindruckende Verbindung von Vergangenheit und Zukunft.«
Ein kollaborativer Markenprozess mit Fans und Stadt
In einem neunmonatigen Prozess entstand das Markensystem nicht von außen, sondern im engen Schulterschluss mit der VfL Wolfsburg Fußball GmbH, dem VfL Wolfsburg e.V., der aktiven Fanszene, der Stadt Wolfsburg sowie Hauptsponsor Volkswagen.
Marc Sasserath, Geschäftsführer von sasserathNOW, betont die Besonderheit des Vorgehens:
»Dieser Markenauftritt ist der Prototyp eines hoch-kollaborativen Prozesses mit unterschiedlichsten Stakeholdern. Das schönste Kompliment kam direkt aus der Fanszene: ›Ihr habt gesagt, Ihr wolltet zuhören. Ihr habt nicht nur zugehört, ihr habt verstanden.‹«
Wolf-Emblem als zweites Key Visual
Neben dem Zinnenwappen führt der Verein ein stilisiertes Wolf-Emblem ein, das auf einem alten Vereinswappen basiert. Es wird künftig als ergänzendes Key Visual für die »Wölfe« in der Kommunikation eingesetzt.
Neue Farbwelt und zwei Hausschriften
Das Farbsystem aus zwei Grüntönen und Weiß leitet sich direkt von den Fahnen der Fanszene ab. Die neue Hausschrift »VfL Fan« basiert auf der seit Jahren eigens entwickelten Schrift für Spruchbänder und Choreos – jetzt neu geschnitten. Flankiert wird sie von einer zweiten Hausschrift, einer abgewandelten Variante der Volkswagen Werkschrift, die die Nähe zum Hauptsponsor dokumentiert.
Heinrich Paravicini, Co-Gründer und CCO von Mutabor, ordnet den Schritt designstrategisch ein:
»Das Fußball-Branding befindet sich in einem Kulturwandel. Das Bedürfnis nach Echtheit und Werten im KI-Zeitalter gibt gerade die Richtung vor. Tradition und Zukunftsorientierung sind im Fußball Club Branding kein Widerspruch.«
Schrittweise Einführung bis Saison 27/28
Der Markenrelaunch wird über zwölf Monate auf allen Touchpoints ausgerollt. Zur Saison 26/27 starten bereits zwei Trikotsätze mit dem Zinnenwappen, ab der Saison 27/28 tragen sämtliche Trikots und Trainingsoutfits das historische Vereinszeichen. Auf der eigens eingerichteten Website zinnenwappen.de stellt der VfL das Projekt mit einem Film vor.

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