Eine gute Personalanzeige versinnbildlicht heutzutage die Erscheinung eines Unternehmens und ist gleichzusetzen mit ihrer Visitenkarte. Nicht nur Arbeitnehmer müssen mittlerweile wirklich kreativ werden wenn es ans Bewerben geht. Auch Arbeitgeber sollten darauf achten dass sie attraktive Stellenausschreiben schalten, um möglichst viele Jobsuchende anzusprechen. Der DesignBote hat wieder einmal recherchiert um euch hierfür die besten Beispiele zu präsentieren.

Das Fundament

Grundlegend und simpel kann man die wichtigsten Kriterien an einer Hand abzählen:

  1. Wer bist du?
  2. Was suchst du?
  3. Was kannst du bieten?
  4. Was erwartest du dafür?
  5. Wie kann man sich bei dir bewerben?

Wesentlich anspruchsvoller wird es bei der eigenen Präsentation. Dein Ziel ist es schließlich auch nicht irgendwelche Kandidaten zu finden und dich als idealer Arbeitgeber herauszukristallisieren.

Das große Ganze

Am meisten kommt es darauf an, den best möglichen ersten Eindruck zu schaffen und sich von der Masse abzuheben! Dabei sollte der Auftritt eine klare und verständliche Struktur haben, um somit die gewünschte Tätigkeit, die damit verbundenen Aufgaben und die realistischen Anforderungen dafür hervorzuheben. Gerade bei Letzterem muss die Wortwahl sehr gut gewählt sein.

Textlich sollte die Aktion generell gut überlegt sein, so sollte die Anzeige so kurz wie möglich und so lang wie nötig formuliert sein, je nach Bedarf und Medium. Die Kriterien – was du als Unternehmen bietet kannst – sind mit der identität, dem Angebot und der Exklusivität mehr als klar! Dem Bewerber muss vor Allem auch etwas geboten werden, was in dem Ausschreiben authentisch und einzigartig ausformuliert werden muss. Oft mangelt es dem Inhalt an ausreichender „Perspektive der Bewerber“, ergo gilt es auch ein stückweit den Ansprüchen des Arbeitnehmers zu entsprechen und Ausdruck, Stil und Inhalt daran anzupassen. Die Summe der Teile muss interessieren und inspirieren. Doch das Ganze darf auch nicht zu seriös und klinisch ausfallen, eine gewisse Prise Humor oder Kreativität muss auch drauf, um Sympathie zu gewinnen und Persönlichkeit zu wahren.

No-Gos

Beim Thema Rhetorik: Da Bewerbungen keine Erfindung der 2010er Jahre sind, haben sich über die Jahrzehnte etliche Wörter bei Stellenausschreiben manifestiert und sind dadurch abgedroschen und geistlos geworden. Niemand lockt mehr mit Synonymen wie „führend“ oder „innovativ“. Fortführend solltest du Wörter wie „weltweit“, „international“, „leidenschaftlich“ und „erfolgreich“ ebenfalls vermeiden. Die Struktur wird damit zwar klar, allerdings auch die uninspirierte und klischeehafte Ausführung deines Ausschreibens.

Sichtbarkeit und Reichtweite

Nicht unerheblich ist deine Anwesenheit im World Wide Web. Als weltweit größtes Portal für Jobangebote macht es deine Anzeige zu einem von vielen Fischen im Ozean – ein immens wichtiger Grund für eine akkurate Platzierung. Als erstes sollte dir klar sein welche Zielgruppe für dich relevant ist. Dann und erst dann ist die weitere Positionierung sinnvoll.

Ein weiteres hilfreiches Kriterium sind Keywords. Ein Großteil der Jobjäger ist in Suchmaschinen wie Google unterwegs und diese filtern nach Keyswords. Verfolge Stellenanzeigen von der Konkurrenz und vergleiche deren Wortwahl. Manche Wörter sind präsenter als andere – und das sogar abhängig von jeweiligen Branchen. Fortführend kannst du deine eigenen Wörter besser selektieren um nicht in der breiten Keyword-Masse unterzugehen.

Zu guter Letzt positioniere dich gezielt und bewusst auf Jobbörsen, die dich auch richtig präsentieren können. Diese sollten sich auf deinen Bereich und den jeweiligen Beruf spezialisieren, aber gleichzeitig auch auf mehr als 2-3 Portalen auftauchen.

Ein Schlusswort zur Inspiration

Abschließend möchte ich dir noch drei Beispiele für kreatives Recruiting zeigen.

Berrge Tattoo

Um geschickte und kreative Mitarbeiter zu gewinnen, platzierte das Tattoo-Studio „Berrge Tattoo“ einen QR-Code in der lokalen Zeitung, den es auszufüllen galt um ihn im Nachhinein abscannen zu können. Die Verlinkung lieferte dann die Kontaktdaten.
http://www.print.de/News/B-Logbuch/Eintraege/Recruiting-mit-QR

Ströer HR-Microsite

Die längste Stellenanzeige der Welt: Es gibt nur einen Job aber mehrere hundert Stellen:
http://jobs.die-besten-zu-stroeer.de/

Pizza Digitale

Beim Thema QR-Code: Eine ebenfalls einfallsreiche Idee hatten die Deutschen um Scholz & Friends mit ihrer „Pizza Digitale“:

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