Wie führt man einen Technologiekonzern mit drei grundverschiedenen Geschäftsfeldern unter einer Marke zusammen, ohne die Eigenständigkeit der Bereiche zu verlieren? Voith hat darauf eine gestalterische Antwort gefunden. Die Hamburger Markenagentur Mutabor hat die neue Markenidentität des Familienunternehmens entwickelt, und diese wurde mit dem Red Dot Award 2026 in der Kategorie Corporate DesignCorporate Design bezeichnet das einheitliche, visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens oder einer Organisation. Es umfasst alle gestalterischen Elemente, mit denen eine Marke nach außen und innen auftritt: Logo, Farbwelt, Typografie, Bildsprache, Icons sowie die Gestaltungsregeln, nach denen diese Elemente auf Geschäftsausstattung, Werbemitteln, Verpackungen, Websites und in Bahnhöfen, Filialen oder Fahrzeugen angewendet werden. Ziel ist es, ein Unternehmen auf den ersten Blick…
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Drei Konzernbereiche, ein gemeinsamer Rahmen
Voith blickt auf fast 160 Jahre Ingenieurgeschichte zurück und ist an Standorten in 60 Ländern aktiv. Das Spektrum reicht von Anlagen zur Papierherstellung über Antriebe für Schiffe und Züge bis zur umweltfreundlichen Energie aus Wasserkraft. Die drei Konzernbereiche heißen Voith Turbo, Voith Hydro und Voith Paper. Für ein Unternehmen dieser Größe und Vielfalt ist Markenführung eine besondere Aufgabe: Die Marke muss stark und konsistent sein und trotzdem Raum für unterschiedliche Märkte und Zielgruppen lassen.
2025 begann Voith damit, die Marke enger zusammenzuführen und Synergien zwischen den Bereichen sichtbarer zu machen. Im Zuge eines umfassenden Markenentwicklungsprozesses begleitete Mutabor diesen Wandel und konzipierte ein neues Corporate Design für digitale und analoge Touchpoints. Wie solche Systeme grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt das Glossar unter dem Stichwort DesignsystemEin Designsystem ist eine zentrale, strukturierte Sammlung aus Gestaltungsregeln, wiederverwendbaren Bausteinen und Dokumentation, mit der Marken und digitale Produkte einheitlich gestaltet werden. Es legt fest, wie Farben, Schriften, Abstände, Symbole, Bilder und Layouts eingesetzt werden, und stellt diese Elemente so bereit, dass Teams sie direkt nutzen können. Anders als ein klassisches Corporate Design Manual ist ein Designsystem meist digital angelegt…
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Warum starke Marken im Maschinenbau entscheiden
Die Erwartungen an Maschinenbauunternehmen haben sich verändert. Wer im internationalen Wettbewerb bestehen will, muss sich als Technologieunternehmen positionieren, das Software, Service und digitale Lösungen souverän beherrscht. Eine konsistente Marke macht diesen Wandel nach außen sichtbar und schafft nach innen die nötige Klarheit, ihn tatsächlich zu vollziehen.
„Im Maschinenbau kann die Marke einen wichtigen Beitrag dazu leisten, als Anbieter durchdachter Gesamtlösungen wahrgenommen zu werden, von der Software über die Bedienbarkeit bis zur Wartung“, sagt Katharina Städele, Strategy Director bei Mutabor. Für Voith sei es deshalb entscheidend gewesen, die eigene Kompetenz in Service und Digitalisierung auch visuell und sprachlich stärker sichtbar zu machen. Zudem sei eine starke Marke einer der wirksamsten Hebel, um im Wettbewerb um Fachkräfte und Ingenieurtalente als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.
Der V-Vektor: Bewegung als Zeichen
Im Zentrum der neuen Identität steht das Prinzip der Bewegung. Von der Papierherstellung über die Wasserkraft bis zur Antriebstechnik bewegt Voith Industrien, Märkte und Technologien und richtet seine Lösungen auf das aus, was als Nächstes entsteht. Mutabor hat diesen Gedanken in ein eigenständiges, vielseitig einsetzbares Zeichen übersetzt: den V-Vektor.
Der V-Vektor verbindet alle Konzernsparten und kann sich je nach Anwendung, Markt und Kampagne verändern, ohne seine Wiedererkennbarkeit zu verlieren. Er geht voran, bewegt sich und wandelt sich. Das V macht Bewegung sichtbar.

Eigene Schrift, historisches Blau
Das historisch etablierte Voith-Blau bleibt als starke Wiedererkennungsfarbe erhalten. Ergänzt wird es um helle, energiegeladene Töne, die vor allem digitale Anwendungen prägnanter und differenzierter machen. Eine eigens entwickelte Schrift mit dem Namen „Voith Type“ übersetzt Präzision, Innovation und Ingenieurskunst in Typografie. Wer sich für ähnliche Ansätze interessiert, findet im Glossar auch den Begriff HausschriftEine Hausschrift ist die Schrift, die eine Organisation oder Marke verbindlich in ihrer gesamten Kommunikation einsetzt. Im Englischen spricht man von Corporate Typeface oder Corporate Font, wobei Typeface streng genommen das Schriftdesign und Font die konkrete Schriftdatei bezeichnet. Sie ist ein zentraler Bestandteil des Corporate Designs und sorgt dafür, dass Drucksachen, Websites, Präsentationen und Beschilderung einheitlich wirken. Neben Logo, Farben…
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Hinzu kommen neue Gestaltungselemente, eine klarere Bildsprache und eine weiterentwickelte Tone of Voice. Zusammen ergibt sich ein Markensystem, das Voith selbstbewusster, zugänglicher und unverwechselbarer auftreten lässt.

Flexibel über Märkte und Touchpoints
Das neue Designsystem schafft nicht nur Wiedererkennbarkeit. Es gibt den drei Konzernbereichen einen gemeinsamen Rahmen, innerhalb dessen sie flexibel auf unterschiedliche Märkte, Zielgruppen und Kommunikationsanlässe reagieren können. Voith kann dadurch künftig über Divisionen und Touchpoints hinweg konsistenter kommunizieren und gleichzeitig der Vielfalt des Konzerns gerecht werden.
„Voith ist für uns ein Paradebeispiel dafür, wie ein weltweit agierender B2B-Konzern seine Marke neu denken kann, ohne seine Wurzeln zu verleugnen“, erläutert Steffen Granz, Executive Creative Director bei Mutabor. „Unsere Aufgabe war es, aus fast 160 Jahren Ingenieurgeschichte und drei unterschiedlichen Geschäftsbereichen ein Markensystem zu entwickeln, das verbindet statt trennt und Voith gleichzeitig die Flexibilität gibt, in jedem Markt und jedem Kontext überzeugend aufzutreten.“

Red Dot 2026 für Corporate Design & Identity
Die Auszeichnung bestätigt die gestalterische Qualität des neuen Markenauftritts. Dirk Hoke, President & CEO der Voith Group, ordnet sie so ein: „Voith hat eine starke Marke und eine lange industrielle Geschichte. Diese Stärke ist das Fundament, auf dem wir aufbauen. Unser neuer Markenauftritt bringt genau das zum Ausdruck: Er verbindet unsere Herkunft mit unserem Anspruch, technologische Entwicklungen aktiv mitzugestalten und gemeinsam mit unseren Kunden neue Lösungen voranzutreiben. Der Red Dot Award zeigt: Wir haben unserer Marke neue Energie gegeben, mutiger und mit klarem Blick nach vorne.“

Rollout in allen Märkten
Der Startschuss für die Markentransformation fiel im Juli 2025, im Oktober 2025 folgte der interne Launch. Seit Ende März 2026 ist das neue Markensystem extern sichtbar und wird seitdem Schritt für Schritt in allen Märkten und an allen relevanten Touchpoints von Voith ausgerollt.
Für Mutabor ist die Zusammenarbeit ein weiterer Beleg für die Kompetenz, komplexe, international aufgestellte B2B-Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer Marke zu begleiten: von der strategischen Markenarbeit über die Entwicklung eines flexiblen Designsystems bis zur Umsetzung über Märkte und Touchpoints hinweg. Wie die Agentur zuletzt einen digitalen Marktplatz neu aufgestellt hat, zeigt das Beispiel willhaben von Mutabor neu gedacht.
Über Voith und Mutabor
Die Voith Group ist ein weltweit agierender Technologiekonzern mit rund 21.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 4,8 Milliarden Euro Umsatz. Gegründet 1867, zählt das Unternehmen zu den großen Familienunternehmen Europas und ist in den Märkten Energie, Papier, Rohstoffe und Transport tätig. Mutabor, 1998 gegründet, versteht sich als größte unabhängige deutsche Markenagentur und arbeitet mit über 200 Creative Consultants in Hamburg, München, Berlin und Los Angeles.


