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als Epizentren der Popkultur versammelten sich seit den 1960er Jahren in Nachtclubs und Diskotheken Avantgarden, die gesellschaftliche Normen infrage stellten und andere Ebenen der Wirklichkeit erkundeten. Viele Clubs wurden so zu Gesamtkunstwerken, bei denen sich Innenarchitektur und Möbeldesign, Druckgrafik und Kunst, Licht und Musik, Mode und Performance auf einzigartige Weise verbanden. Das Vitra Design Museum präsentiert die erste umfassende Ausstellung zur internationalen Design- und Kulturgeschichte des Nachtclubs in der Ausstellung Night Fever.
Night Fever. Design und Clubkultur 1960 – heute
17.03. – 09.09.2018

In der zweiten Jahreshälfte widmet sich das Vitra Design Museum dem österreichisch-amerikanischen Designer, Pädagogen und Aktivisten Victor J. Papanek, der einen sozialen, ökologischen und politisch orientierten Designansatz vertrat. Die Ausstellung zeigt nicht nur wie er Design in ein Werkzeug politischen Wandels transformierte, sondern auch seinen Einfluss bis heute.
Victor Papanek: The Politics of Design
29.09.2018 – 17.03.2019

In der Vitra Design Museum Gallery eröffnet am 23. Februar 2018 eine Ausstellung des niederländischen Fotografen Bas Princen. Das Schaudepot gibt Einblicke in die Klassiker von Hans J. Wegner, im Sommer liegt der Fokus auf Ron Arad (Designer-Talk am 8. Juni 2018). Eine Übersicht aller Ausstellungen findet sich hier.

Im Rahmen von „An Eames Celebration“, die bis 25. Februar 2018 zu sehen ist, finden noch zwei Talks in Weil am Rhein statt:

Arno Brandlhuber – Ruinen: Vom Case Study House zur Antivilla
7. Dezember 2017, 18:30 Uhr, Vitra Schaudepot

Im Werkvortrag spricht Brandlhuber, der seit Herbst an der ETH Zürich unterrichtet, über Ruinen. Er wird verhandeln, inwiefern das Weiterbauen von verfallenen Gebäuden eine nachhaltige architektonische Praxis ist.

Jane Pavitt und Paul Feigelfeld – Die dunkle Seite des Designs: Krieg, Militär und Innovation
25. Januar 2018, 18:30 Uhr, Vitra Schaudepot

Viele technische Innovationen entstehen für Militär und Kriegszwecke. So wurden beispielsweise die ersten Objekte aus Formsperrholz von Charles und Ray Eames im Zweiten Weltkrieg für die U.S. Navy produziert. Auch heute werden viele Neuerungen, gerade im Bereich der Robotik und digitaler Technologien, zunächst für ein militärisches Umfeld entwickelt. Die Designhistorikerin Jane Pavitt und Medientheoretiker Paul Feigelfeld diskutieren über die ambivalenten Beziehungen von Krieg, Militär und Design.