Die Gesellschaft für Designgeschichte e.V. (GfDg) lädt Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Institutionen ein, Beiträge für eine bedeutende Fachtagung einzureichen – im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.
Fachtagung am 16. und 17. Oktober 2026 in Kronberg im Taunus
Am 16. und 17. Oktober 2026 findet in der BraunSammlung in Kronberg im Taunus eine zweitägige Fachtagung statt. Veranstaltet wird sie von der Gesellschaft für Designgeschichte e.V. in Kooperation mit namhaften Partnern: der Dieter und Ingeborg Rams Stiftung, dem German Design Council, der Stiftung Deutsches Designmuseum, dem Verband Deutscher Industriedesigner (VDID), dem Braun Design Studio, dem Förderkreis BraunSammlung e.V. sowie der Vereinigung der Wirtschaftsarchivarinnen und Wirtschaftsarchivare e.V. (VdW).
Das Leitthema lautet: „Welche Welt woll(t)en wir? – Vom Nutzen, Designwissen zu bewahren.”
Warum Designarchivierung heute dringlicher denn je ist
Das Problem: Fehlende Standards und mangelndes Bewusstsein
Gestaltung prägt unseren Alltag – doch die Prozesse, die hinter Entwürfen stehen, verschwinden häufig im Verborgenen. Es fehlen einheitliche Standards für die Dokumentation und Archivierung von Designprozessen. Vielen Designerinnen und Designern ist zudem die Archivwürdigkeit ihrer eigenen Arbeit nicht bewusst.
Besonders bei digitalen Entwurfsprozessen entstehen zusätzliche Risiken: veraltete Dateiformate, obsolete Software und fehlende Schnittstellen zwischen Studios und Herstellern gefährden wichtige Quellen für künftige Forschung.
Chancen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit
Wirtschafts-, Kultur- und Technikarchive können gemeinsam mit Designarchiven helfen, den Entstehungskontext von Produkten besser zu verstehen. Dafür braucht es jedoch Wissen über designspezifische Faktoren – von Markenstrategie über Materialwahl bis hin zu Fertigungstechnik.
„Erst wenn Materialien systematisch erfasst und durch Metadaten recherchierbar sind, lässt sich nachvollziehen, welche Werte, Vorstellungen und Ziele die Gestaltung der Dinge und damit die Gesellschaft mitgeprägt haben.”
Themen und Fragen der Tagung
Die Tagung widmet sich unter anderem folgenden Fragen:
- Welche Dokumente und Artefakte aus Gestaltungsprozessen sollten archiviert werden?
- Wie lassen sich Designarchivalien taxonomisch erschließen und verknüpfen?
- Welche Herausforderungen stellen Digitalisierung, Insolvenzen oder Fusionen für Archive dar?
- Wie können Archivmaterialien ausgestellt werden, um Prozesswissen zu vermitteln?
Jetzt Abstract einreichen – Deadline 6. April 2026
Gesucht werden Beiträge aus Wissenschaft, Praxis und Institutionen, insbesondere aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einzureichen sind:
- ein Abstract mit maximal 3.500 Zeichen
- eine Kurzbiografie mit maximal 800 Zeichen inkl. Kontaktdaten und Telefonnummer
Einsendeschluss: 6. April 2026 Einreichung per E-Mail: cfp@gfdg.org
Angenommene Beiträge werden als maximal 20-minütiger Vortrag präsentiert und anschließend in den „GfDg Schriften 10″ veröffentlicht.
Weitere Informationen: www.gfdg.org
0 Kommentare