Der Art Directors Club für Deutschland geht neue Wege. Mit einer brandneuen Bewertungskategorie stellt der ADC 2026 eine Frage in den Mittelpunkt, die die gesamte Kreativbranche beschäftigt: Was bringt herausragende Kreativität wirklich – und lässt sich das messen?
„Creative Impact” – die neue Kategorie, die alles verändert
Im Zeitalter von KI-generiertem Content und einem wahren „Sea of Sameness” setzt der ADC Wettbewerb 2026 ein klares Zeichen. Mit der neuen Kategorie Creative Impact soll der wirtschaftliche Mehrwert kreativer Exzellenz erstmals systematisch bewertet werden – anhand eines definierten KPI-Systems, das unter anderem Abverkauf, Marktanteil und Markenwertentwicklung berücksichtigt.
Einreichen dürfen Agenturen und Kreative, die in den vergangenen 24 Monaten bereits eine Auszeichnung in einem relevanten Kreativwettbewerb errungen haben. Das schafft ein einheitliches Ausgangsniveau und fokussiert die Bewertung klar auf die ökonomische Wirkung der Arbeiten.
Neben ADC-Mitgliedern beurteilen fünf externe Expert:innen die eingereichten Cases. Zusätzlich sind die Unternehmensberatungen ANXO Management Consulting und Sasserath1871 fest in den Prozess eingebunden – und sorgen für eine betriebswirtschaftlich fundierte, objektive Validierung der Ergebnisse.
Burkhard Müller, ADC Präsidiumssprecher und Chief Digital Officer bei Mutabor, bringt die Idee dahinter auf den Punkt:
„Kreativität ist kein Selbstzweck – sie ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Eine starke Anzeige, eine prägnante Headline, ein viraler Spot, ein ikonisches Design oder eine Experience, die man so noch nicht gesehen hat, kann über die Marktführerschaft entscheiden.”
Die Chairwomen 2026: Zwei starke Stimmen für Kreativität und Nachwuchs
Nicola Ryan – Chairwoman ADC Wettbewerb
Nicola Ryan, Vice President of Global Product Design bei Condé Nast, verantwortet die Designstrategie für internationale Medienmarken wie Vogue, The New Yorker und Wired. Als Chairwoman des ADC Wettbewerbs 2026 bringt sie eine globale Perspektive auf kreative Exzellenz mit.
„Wir befinden uns in einem Moment, in dem sich die Bedingungen für kreative Arbeit grundlegend verändern. Der entscheidende Unterschied liegt darin, mit Mut eine Haltung einzustehen. Etwas, das sich weder optimieren noch automatisieren lässt. Geschmack, Urteilskraft, kulturelle Intelligenz ist heute wichtiger denn je.”
Paulina Schumann – Chairwoman ADC Talent Award
Paulina Schumann, Co-Founderin der Berliner Social-First-Agentur charles & charlotte und Gastgeberin des Podcasts Social Vita, übernimmt die Chairwoman-Rolle beim ADC Talent Award. Sie steht für eine Kreativgeneration, die Strategie, Gestaltung und kulturelle Relevanz selbstverständlich zusammendenkt.
„KI setzt unsere Branche unter Druck. Aber KI ist die Hochrechnung dessen, was schon existiert. Herausragende Kreativität war immer das Gegenteil: die Abweichung. Genau deshalb war menschliche Kreativität nie wertvoller als jetzt.”
Jurytage in Hamburg – die größte Kreativ-Jury im DACH-Raum
Vom 28. bis 30. April kommen mehr als 400 Juror:innen in 30 Jurys im Volksparkstadion in Hamburg zusammen – und bilden damit die größte Kreativ-Jury im gesamten DACH-Raum. Teilnahmevoraussetzung ist die ADC-Mitgliedschaft sowie eine erfolgreiche Jurywahl, die die Unabhängigkeit des Prozesses sicherstellt.
Die prämierten Projekte werden anschließend am 10. und 11. Juni beim ADC Festival im Schuppen 52 im Hamburger Hafen gefeiert und der Öffentlichkeit präsentiert – als Benchmark für kreative Kommunikation und Inspiration für Agenturen, Marken und Talente.
Warum dieser neue Bewertungsmaßstab jetzt kommt
Der ADC reagiert mit dem Creative-Impact-Ansatz auf eine Branche im Wandel: Während KI kreative Prozesse beschleunigt und standardisiert, wächst der Druck auf Kreativschaffende, den Wert ihrer Arbeit zu belegen. Rund 850 führende Köpfe der kreativen Kommunikation sind im ADC organisiert – Designer, Fotografen, Regisseure, Texter und viele mehr. Ihr gemeinsames Ziel: kreative Exzellenz nicht nur sichtbar, sondern auch wirtschaftlich greifbar machen.
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