Apple hat die Wortmarke von Apple Music überarbeitet und zeigt sich erstmals deutlich kräftiger und ausdrucksstärker als bisher. Aufgetaucht ist das neue Design zunächst nicht in der App selbst, sondern im Zusammenhang mit der neuen Apple Music Hall, einem Live-Veranstaltungsort im Londoner Battersea Power Station.

Was sich an der Wortmarke ändert

Die bisherige Wortmarke kombinierte das Apple-Symbol mit dem Wort „Music“, großgeschrieben und gesetzt in Apples Systemschrift SF Pro, passend zur Formensprache der übrigen Apple-Dienste. Im neuen Logo bleibt das Apple-Zeichen erhalten, „music“ wird jedoch durchgehend kleingeschrieben und in deutlich dickeren, engeren Strichstärken gesetzt. Die Formen wirken runder, die Laufweite enger, wodurch vor allem die Buchstaben m, u und s optisch zu einer zusammenhängenden Masse verschmelzen. Statt der bisher eher kleinen, aufgeräumten Wortmarke entsteht ein Eindruck, der eher an die Kopfzeile eines Musikmagazins oder an Album-Grafik erinnert als an ein App-Icon. Die neue Typografie ist zudem bewusst groß genug angelegt, um sowohl auf Bildschirmen als auch im physischen Raum zu funktionieren.

Erster Auftritt: die Apple Music Hall in London

Eingeführt wurde die neue Wortmarke auf der Website und in den Promotionmaterialien zur Apple Music Hall, die im Battersea Power Station eröffnet hat. Der Veranstaltungsort bietet Platz für 600 Gäste und ist mit einem räumlichen Soundsystem aus 48 Lautsprechern, einem Aufnahmestudio, einem Mischstudio sowie einer Multi-Kamera-Produktion ausgestattet. Auftritte sollen künftig weltweit über Apple Music live gestreamt werden können. Auf der Website der Hall nimmt die neue Wortmarke einen großen Teil des oberen Bildschirmbereichs ein, dieselbe Formensprache findet sich auch auf der Außensignage und in Videos rund um den Standort. Die neue Typografie fungiert damit als verbindendes visuelles Element zwischen dem physischen Veranstaltungsort und dem Streamingdienst.

Trend zu kräftigeren Wortmarken

Die Umstellung reiht sich in eine breitere Entwicklung im Markendesign ein, bei der Unternehmen zuletzt verstärkt auf plakative, breite Schriftschnitte in ihren Wortmarken setzen, um auf kleinen Bildschirmen und in digitalen Umgebungen präsenter zu wirken. Auch andere Tech-Wortmarken wurden zuletzt grundlegend überarbeitet, um Wiedererkennbarkeit auf kleinstem Raum zu sichern.

Offene Frage: Rollout über die Hall hinaus

Bislang ist unklar, ob Apple die neue, fettere Wortmarke auch in der Apple-Music-App selbst sowie bei verwandten Submarken wie Apple Music Classical oder Apple Music Sing einsetzen wird. Offiziell bestätigt hat Apple die Änderung bislang nicht, die neue Schreibweise tauchte zunächst kommentarlos in einem Promo-Video sowie auf der Website applemusichall.com auf. Ob aus dem Auftritt der Konzerthalle ein vollständiges Rebranding des Streamingdienstes wird, dürfte sich erst in den kommenden Wochen zeigen.