Canva und Monotype erweitern die Schriftauswahl um über 1.000 Font Styles

Mehr Typografie für Arabisch, Bengali, Hindi, Khmer, Lao, Thai und Vietnamesisch

Canva x Monotype Schriftzug mit bunten Buchstaben verschiedener Schriftsysteme und dem Text 1,000+ new ways to say it

Bild: Monotype

Kreative gestalten heute selten nur für einen Markt. Wer Kampagnen, Social-Media-Beiträge oder Präsentationen in mehreren Sprachen ausspielt, braucht Schriften, die jedes Schriftsystem sauber abbilden und dabei Charakter haben. Genau hier setzen Canva und Monotype an: Auf der Design-Plattform stehen ab sofort mehr als 1.000 zusätzliche Font Styles bereit.

Über 3.000 Monotype und Partner Font Styles auf Canva

Die neuen Styles stammen von Monotype und dessen internationalem Netzwerk aus Foundry-Partnern. Damit wächst das Angebot an Font Styles von Monotype und seinen Partnern auf der Plattform auf mehr als 3.000. Der Hintergrund ist klar: Allein 2025 übersetzten Canva-Nutzerinnen und -Nutzer mehr als 17 Millionen Designs in andere Sprachen. Mehrsprachige Typografie ist damit für viele Creator längst Alltag.

Warum mehrsprachige Typografie mehr ist als Übersetzen

Wer ein Design in eine andere Sprache überträgt, tauscht nicht nur Wörter aus. Jedes Schriftsystem bringt eigene Zeichenformen, Proportionen und Schreibregeln mit. Arabisch wird von rechts nach links gesetzt, Hindi und Bengali arbeiten mit verbundenen Zeichenformen, Thai, Khmer und Lao haben jeweils eigene Konventionen. Fehlt für eine Sprache eine passende Schrift, greifen Programme häufig auf Ersatzschriften zurück, die im Stil nicht zum restlichen Layout passen.

Gerade bei Marken, Social-Media-Kampagnen oder Präsentationen für internationale Zielgruppen fällt so ein Bruch schnell auf. Eine größere Auswahl hilft, dass Tonalität und Wiedererkennbarkeit eines Designs über Sprachgrenzen hinweg erhalten bleiben.

Mehr Auswahl für Schriftsysteme mit bisher kleinem Angebot

Die Erweiterung richtet sich gezielt an Sprachen, für die es in Kreativtools bislang deutlich weniger typografische Auswahl gab. Dazu zählen Arabisch, Bengali, Hindi, Khmer, Lao, Thai und Vietnamesisch.

Die Zahlen im Überblick

Für drei der neu abgedeckten Sprachen liefert Monotype konkrete Werte:

  • Hindi: 99 Font-Familien mit insgesamt 298 Styles
  • Bengali: 72 Font-Familien mit insgesamt 237 Styles
  • Vietnamesisch: 114 Font-Familien mit insgesamt 249 Styles

Die Zahlen zeigen, dass es nicht um einzelne Ergänzungen geht. Mit mehreren Font-Familien und jeweils mehreren Styles pro Sprache können Gestalter zwischen unterschiedlichen Schnitten und Ausdrucksformen wählen, statt sich mit einer einzigen Lösung zufriedenzugeben.

Sprache abbilden ist erst der Anfang

Für Monotype geht es nicht nur um Abdeckung, sondern um echte Wahlfreiheit zwischen unterschiedlichen Stimmen, Stilen und Persönlichkeiten. Charles Nix, Global Head of Creative Strategy bei Monotype, erklärt dazu:

„Eine Sprache typografisch abzubilden, ist nur der Ausgangspunkt. Echte Auswahl bedeutet, zwischen unterschiedlichen Stimmen, Stilen und Persönlichkeiten wählen zu können. Mit mehr als 1.000 zusätzlichen Font Styles für eine Vielzahl von Schriftsystemen in Canva geben wir noch mehr Nutzern die Freiheit, Schriften zu finden, die nicht nur zu ihrer Sprache passen, sondern auch dazu, wie sie sich visuell ausdrücken.“

Das Thema beschäftigt Monotype aktuell stark: Wie lässt sich die Vielfalt einer globalen Font Library für Kreative tatsächlich nutzbar machen, über Sprachen, Märkte und kulturelle Kontexte hinweg?

Eine Partnerschaft mit Reichweite

Canva und Monotype arbeiten seit 2023 zusammen. Wie diese Kooperation begann, hat Designbote im Beitrag Monotype und Canva schließen Partnerschaft beschrieben. Seitdem nutzen Canva-Kreative Font Styles von Monotype und seinen Foundry-Partnern bereits in mehr als einer Milliarde Designs. Wie Monotype unabhängige Studios mit seinem Foundry-Programm einbindet, zeigt ein weiterer Artikel.

Die Zusammenarbeit zeigt, wie stark sich Designwerkzeuge und Schriftanbieter inzwischen ergänzen. Canva liefert die Reichweite und die einfache Bedienung, Monotype und seine Partner die typografische Tiefe. Von dieser Kombination profitieren vor allem Kreative, die ohne eigene Lizenzverwaltung auf hochwertige Schriften zugreifen möchten.

Was das für Kreative bedeutet

Für Creator, Agenturen und Marketingteams, die Inhalte für mehrere Märkte produzieren, wird die Schriftwahl damit einfacher. Statt eine Schrift nur danach auszuwählen, ob sie die nötigen Zeichen enthält, lässt sich gezielter nach Stil, Ton und Wirkung entscheiden. Das gilt für Social-Media-Beiträge ebenso wie für Präsentationen, Flyer oder Markenmaterialien.

Fazit

Wer international gestaltet, findet auf Canva jetzt deutlich mehr passende Schriften, etwa für Arabisch, Hindi oder Thai. Das erleichtert es, Designs für unterschiedliche Zielgruppen nicht nur zu übersetzen, sondern auch typografisch passend zu inszenieren.

0 Kommentare

Logo-Designbote
Dein kreativer Input für die Woche

Abonniere hier ganz einfach unseren wöchentlichen Newsletter