Die Traditionen schriftlicher Kommunikation könnten unterschiedlicher nicht sein: Im fernen Japan sorgsam gepinselte, komplexe Zeichen von so tiefem Bedeutungsinhalt, dass Westler um ihn auszudrücken ganze Sätze bräuchte; im Okzident hingegen auf der handgeschriebenen ‚Karolingischen Minuskel‚ entwickelte, ‚humanistische‘ Einzelzeichen mit Lautwerten, die zu Worten kombiniert werden.

Wer bisher japanische Zeichen mit europäischen Lettern kombinieren wollte, musste mit einem holprigen Schriftbild leben. Doch jetzt schafft die Schriftfamilie Tazugane™ Gothic Abhilfe. Als perfekte Schrift für mehrsprachige Print- und Digital-Anwendungen erlaubt die neue Monotype-Kreation internationalen Unternehmen einen typografischen Auftritt von nie gekanntem Niveau.

Bei der Namensgebung stand der elegante Kranich Pate, der im Man’yoshu, der ältesten japanischen Poesiesammlung, ‚Tazugane‘ genannt wird und in der japanischen Kultur als Glücksbringer gilt.

Tazugane™ Gothic vereint als erste original japanische Schrift in der Monotype- Unternehmensgeschichte die exzellente Lesbarkeit der lateinischen Frutiger mit den Traditionen der japanischen Schreibkunst. Die Monotype-Typografen Akira Kobayashi, Kazuhiro Yamada und Ryota Doi haben die zehn Schnitte umfassende Schrift in Anlehnung an die klassische Neue Frutiger® entwickelt. Weil ‚östliche‘ und ‚westliche‘ Zeichensätze zueinander optimiert wurden, lassen sich endlich kombinierte Texte aus einem Guss gestalten. Denkbare Einsatzgebiete sind neben Printprodukten auch praktisch alle digitalen Einsätze, Branding und Corporate Design sowie die zweisprachige Beschilderung im Öffentlichen Raum.

Akira Kobayashi erklärt das Projekt kulturell: „Die meisten typografischen Stile, die dem japanischen Publikum vertraut sind, haben ihre Wurzeln in unserem Erbe und unserer Geschichte. Nun wollten wir eine Schrift schaffen, die sowohl dieser Tradition folgt und gleichzeitig für moderne Umgebungen einsetzbar ist. Wir haben das Schriftbild der Tazugane Gothic als perfekte Ergänzung zur Neuen Frutiger entwickelt.“
Der Hintergrund: Als Folge zunehmender Globalisierung werden japanische und lateinische Schriften werden immer häufiger gemeinsam eingesetzt. Die Tazugane™ Gothic kombiniert jetzt ein harmonisches Leseerlebnis mit großer Nutzerfreundlichkeit beim Informationsdesign.

Werden japanische und europäische Schriftarten im selben Text verwendet, so erscheinen die relativ niederkomplexen lateinischen Buchstaben oft kleiner als die formal hoch komplexen japanischen Zeichen. Diesen Effekt harmonisiert die Tazugane Gothic mit einer etwas höher laufenden Spielart der ‚Neue Frutiger‘ auf nach unten gerückter Grundlinie. Vertikal gesetzt, werden — der japanischen Schrift folgend — die lateinischen Zeichen leicht nach rechts verschoben. Darüber hinaus sind ihre Binnenformen etwas kleiner und schmaler, was in einer Schrift mit harmonischem Grauwert mündet. Werden also japanische und lateinische Zeichen gemeinsam eingesetzt, so gewährleistet ihr einheitlicher Look sowohl gute Lesbarkeit wie auch widerspruchsfreie Wirkung.

Vielfältig kombinierbar

Auch wenn die Tazugane Gothic als Pendant für die Neue Frutiger entwickelt wurde, so harmoniert sie doch mit anderen humanistischen Sans-Serifs und macht auch mit entfernten Verwandten wie Neue Helvetica®, FF DIN®, Avenir® Next oder Syntax® Next eine gute Figur.

Lieferquellen:
MyFonts.com, Fonts.com, Linotype.com und FontShop.com bezogen werden. Lizenz-Modelle für Großunternehmen verfügbar.

Preise und Verfügbarkeit:
Einzelschnitte: 179 €
Schriftfamilie mit 10 Schnitten: 999 €.
‚Tazugane Gothic Body Text Collection‘ mit Light, Book, Regular, Medium, Bold: 599 € ‚Tazugane Gothic Headline Collection‘ mit Ultra Light, Thin, Heavy, Black, Extra Black: 599 €.
Bis 9. März 2017 gewährt Monotype auf alle Tazugane-Pakete 50% Einführungsrabatt.