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G(g)ermanwings bekommt neues Logo

8. Jan 13 – 13:00
Thema: Logos
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Germanwings Logo Vorher und Nachher

Die Billigtochter der Lufthansa, »Germanwings«, bekommt zur Mitte 2013 ein neues Logo. Eine quasi Invertierung des Schriftzugs setzt nun die Wortmarke in Brombeer auf weiß, lässt damit den signalstarken Gelbton verschwinden. Zudem wird das vollständig in Minuskeln gesetzte germanwings in der Helvetica Neue ohne das nötige Feintuning oder signalstarke Akzente verbreitet. So ist auf den ersten Blick ein zu großer Zwischenschlag zwischen dem ersten g und dem nachfolgenden e zu erkennen, was durchaus aber auch an der Webvariante des uns vorliegenden Signets liegen kann. Nichtsdestotrotz ist die Wortmarke etwas zu schlicht geraten.

Mit dem neuen Marken- und Produktkonzept ändert sich bei Germanwings auch das Logo. Kernelement ist ein stilisiertes „W“ in Brombeer und Gelb, das die „Wings“ aus der Marke Germanwings in ein prägnantes Icon überträgt. Alle Flugzeuge der Airline werden nach Einführung des neuen Markenkonzepts ab 1. Juli 2013 sukzessive in dem neuen Design lackiert.
Aus der Pressemitteilung von Germanwings

Die Bildmarke nimmt nach Aussage der Airline das W der Wortmarke auf und stellt es in derzeit so beliebten halbtransparenten Bändern dar. Standard Chartered hat welche; zuletzt hat auch McFit seine CI dementsprechend geändert und ebenfalls an Signalkraft verloren. Nichtsdestotrotz ist die Bildmarke hübsch anzusehen und gefällt vor allem auf den Heckflossen der Flieger.

Germanwings Logo Vorher und Nachher

Germanwings Logo Vorher und Nachher

Neuer Germanwings-Flieger

Neuer Germanwings-Flieger

Nichts dagegen zu sagen, eine Helvetica zu verwenden, die zudem auch Hausschrift der Lufthansa ist. Doch etwas mehr Sorgfalt dürfte der Marke bekommen. Billigflieger hin oder her, denn auch die schmucken Bänder sprechen eine andere Sprache, als Billig. Vielleicht setzen die verantwortlichen Designer von KW43 aus Düsseldorf vor Start des neuen Designs im Juni diesen Jahres, noch Akzente.

germanwings.de

4 Kommentare

  1. A. Karl sagt:

    Das neue Logo von Germanwings war sicher ein Abfallprodukt, als die beauftragte Agentur gerade an diesem hier gearbeitet hat:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/8/82/Vierschanzentournee_Logo.svg/389px-Vierschanzentournee_Logo.svg.png

    • A. Karl sagt:

      Der Transparenteffekt der Streifen – aus meiner Sicht das einzig »etwas Gewagte« an diesem Zeichen – kommt im Logo kaum heraus. Auf dem Heckleitwerk ist diese Transparenz so gut wie gar nicht mehr zu erkennen. Zudem erschlägt der größere Farbanteil der beiden dunklen Balken die zwei gelben Bänder im Hintergrund. Hier hätte man die Farbgewichtung umkehren oder wenigstens die gelben Bänder nach vorne, also zum Betrachter hin, laufen lassen müssen. Sorry, überzeugt mich nicht.

  2. Stephan sagt:

    Auch wenn die Helvetica nichts besonderes mehr zu sein scheint, es ist im CD der Lufthansa nicht mehr wegzudenken. Und da kann dann eine kleine Tochter sich der großen Mutter anpassen und hier und da vielleicht einige “Seitenwinde” nutzen und mehr Auftrieb bekommen.

    Die Farbbänder sind nett, aber mittlerweile nichts besonderes mehr. Sind sehr beliebig und austauschbar.

    • A. Karl sagt:

      Sieht man mal von Microsoft’s Arial im Web ab, ist die Helvetica die meist verbreitete Schriftart auf der Erde. Insofern millionenfach gesehen, nüchtern, unspektakulär. Alte Schweizer Schule eben. Ein Relikt der frühen 60er. Nimm’ die Helvetica und du machst nix falsch!

      Der erste Germanwings-Schriftzug hatte wenigstens noch so etwas wie Charakter, zumindest eine visuelle Kompaktheit. Der neue dagegen wirkt wie eine bloße Aneinanderreihung von Buchstaben. Und da kann die Airline noch so oft eine Tochter der Lufthansa sein.

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